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Mittellateinisches Wörterbuch (MLW)

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Zettelarchiv und Bibliothek

Das Zettelarchiv

Das Mittellateinische Wörterbuch fußt auf der lateinischen Literatur, die im Mittelalter im deutschen Sprachgebiet entstanden ist. Hinzu kommen wichtige Texte zur deutschen Geschichte, das heißt vor allem Quellen aus dem Frankenreich und dem sogenannten Reichsitalien sowie umfangreiches Urkundenmaterial (vgl. Das Wörterbuch). Über die eigentlichen geographischen Grenzen des Wörterbuchs hinaus werden auch fachliterarische Texte ausgewertet, so dass die Terminologie aus Theologie, Kirchengeschichte, Philosophie, Mathematik, Komputistik, Alchemie, Medizin, Rechtswissenschaft usw. in angemessener Weise berücksichtigt wird.

Das MLW spannt den zeitlichen Rahmen von der Merowingerzeit bis zum Todesjahr von Albertus Magnus (1280). Damit schließt es einerseits unmittelbar an den Thesaurus linguae Latinae an, der sich mit dem antiken Latein befasst. Zum anderen finden die Aristotelesrezeption und die scholastische Terminologie des Hochmittelalters Aufnahme, ohne dass die in vielen Gebieten noch weit umfangreichere spätmittelalterliche Textproduktion das Fortschreiten des Unternehmens behindern würde.

Das zugrunde gelegte Korpus besteht aus ungefähr 4000 Texten unterschiedlicher Länge, aus welchen etwa 1,5 Millionen Zettel gewonnen wurden, die das Ausgangsmaterial der Wörterbucharbeit bilden. Zu diesem ersten Bearbeitungsvorgang, bei dem das Material auf das lexikalisch Relevante reduziert wurde, siehe unter Quellen.

Zusätzlich zu diesem analogen Zettelarchiv werden bei der Wörterbucharbeit schon seit längerem auch digitale Quellen­sammlungen und Datenbanken herangezogen.

Die Bibliothek

Die Bibliothek des MLW enthält etwa 4000 Texte in kritischen Editionen und Fotokopien aus älteren Editionen und Handschriften. Dazu gesellen sich zahlreiche Wörterbücher antiker und moderner Fremdsprachen, etymologische Handbücher und weiterführende Sekundärliteratur. Insgesamt umfasst die Bibliothek ca. 10.000 Bände.

Zettelarchiv und Bibliothek stehen auch anderen interessierten Wissenschaftler(inne)n und Besucher(inne)n zur Verfügung. Um Anmeldung wird gebeten (die Kontaktdaten finden Sie hier).